Der Einsteiger – Nikka From the Barrel

Allgemeines

Nikka From the Barrel

Nikka From the Barrel

In einer Halbliterflasche kommt der Nikka From the Barrel daher. Dieser blended Whisky wird aus verschiedenen im Nikka-Konzern produzierten Whiskys zusammen gemischt. Neben den beiden Malts aus Yoichi auf Hokkaido und Miyagikyo auf Honshu kommt noch Grain Whisky hinzu. Dieser wird nicht, wie üblich, in Brennblasen gewonnen, sondern in Kolonnenapparaturen. Schottische Blends werden meist basierend auf um die 40 verschiedenen Whiskys gemischt… da erkennt man schon einen erheblichen Unterschied.

Anders als viele andere japanischen Whiskys ist der Nikka From the Barrel¹ auch was für das kleine Portemonnaie. Dies ist begründet mit der relativ kurzen Lagerzeit der zugrundeliegenden Malts von 3 bis 6 Monaten. So kann die Nachfrage relativ stetig befriedigt und der Preis klein gehalten werden, ganz im Gegensatz zu der Age-Statements-Konkurrenz.

Der hohe Alkoholgehalt von 51,4% wird in den Fässern harmonisiert und bietet viel Platz für Entfaltung. Tröpfchenweises verdünnen des ausgeschenkten Whiskys sorgt, wie bei vielen Whiskys, für verschiedenste Geschmackserlebnisse. In Japan wird der Whisky teilweise sogar „on the rocks“ getrunken.

Die rechteckige Flasche soll als „kleiner Klumpen Whisky“ dienen, die dabei die Kraft und Reichhaltigkeit des Whiskys im Inneren zu visualisieren versucht.

Für mich ist dieser Whisky DER Einsteigerwhisky für japanische Whiskys. Aus diesem Grund bezieht sich auch der aller erste ‚fachliche‘ Beitrag eben darauf 🙂 Für diesen Preis bekommt man kein vergleichbares japanisches Produkt mit solcher Qualität. Von daher gibt es hier eine klare Kaufempfehlung!

Tasting

Aufgrund des hohen Alkoholgehalts würde ich zur Verdünnung des Whiskys raten 🙂 Natürlich sollte zuerst das pure Produkt probiert werden, aber beim zweiten oder dritten Schluck rate ich zu ein paar Tropfen Wasser, da erst so die Aromen richtig zur Geltung kommen.

Der Geruch

Der Geruch besticht durch Frucht und Würze in Kombination mit einer gewissen Leichtigkeit. Erst mit zunehmender Dauer wird das Aroma tiefer und kräftiger. Im Speziellen ragen Orange und Pflaumen bei den Früchten und eine gewisse Süße heraus. Für die Würze sorgen Pfeffer Nelken, und Zimt. Die holzigen und torfigen Bestandteile runden das herausragende Gesamtaroma ab.

Der Geschmack

Der Geruch bestätigt sich auch im Geschmack. Der hohe Prozentgehalt drückt sich natürlich in der Kraft aus, die sich direkt zu Beginn zeigt. Dabei stechen vor allem das Holz der Eichenfässer, Vanille, Pflaumen, Karamell und Honig hervor. Insgesamt sind die Würze und die Süße gut ausbalanciert, wobei auch eine Nuance Salz herauszuschmecken ist. Im Abgang ist der Nikka From the Barrel¹ lang und besticht durch feine Eichen- und Vanillenoten.

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